Conil ist sehr berühmt für seinen roten Thunfisch, der hier noch nach der Methode der Almadraba gefangen wird. Diese Methode wird in Spanien nur in der Provinz Cadiz und zwar in den Orten Conil, Barbate, Zahara de los Atunes und Tarifa angewendet.

Der Thunfisch wandert aus dem nördlichen Atlantik zum Laichen und zur Vermehrung durch die Meerenge von Gibraltar in das Gebiet von Sizilien ins wärmere Mittelmeer. Von Mitte April bis Anfang Juni passiert er die Costa de la Luz und kehrt im Herbst zurück.

Die Almadraba ist eine Fangart, die von den Phöniziern über die Römer bis heute ausgeübt wird. Mit einem Labyrinth von Stellnetzen wird der Thunfisch in dem flachen Wasser in eine Falle gelockt, aus der er nicht mehr entfliehen kann. Die Fischer praktizieren dann die sogenannte „Levanta“, um durch Heben der Netze die Thunfische aus dem Wasser zu ziehen. Die riesigen Thunfische mit einem Gewicht bis über 500 Kilo werden dann in Booten zur Versteigerung gebracht. Das durchschnittliche Gewicht beträgt 200 Kilo. Junge Thunfische, die noch keine 70 Kilo erreicht haben, können durch die großmaschigen Netze entkommen. Der Fang der Thunfische wird von der EU genau reglementiert und kontrolliert.

Vom Meer auf den Tisch – der bei der Almadraba gefangene Thun ist das Juwel der Gastronomie hier am Atlantik. Man kann praktisch jedes Teil des Fisches essen und daher gibt es eine Unzahl von Rezepten. Seit Jahren gibt es in der Gastronomie die „Ruta del Atun“, einen Wettbewerb, an dem sehr viele Bars und Restaurants Conils mit ihren Gerichten teilnehmen. Während der „Ruta“ im Monat Mai kann man diesen einzigartigen Fisches fangfrisch probieren.

Neben diesen Verkostungen gibt es eine Unzahl von Veranstaltungen z.B. eine Tapasprobe, Musik, Flamenco, Ausstellungen, Kino, Debatten, Schaukochen und Stehpaddeln. Obendrein können sich Interessenten im Tourismusbüro anmelden, um an einem Rundgang teilzunehmen, der sich besonders den historischen Stätten der Thunfischverarbeitung in Conil widmet.

Im Jahr 2018 fand zum 1.Mal das Festival „Entre Almadrabas“ statt, das in diesem Jahr Japan gewidmet war wegen seiner engen Verbindung zu Conil, dem in Japan so begehrten roten Thunfisch und damit der Almadraba.